STR 2011

Was? Schweizertreffen der EMK-Jungscharen, ein grosses Zeltlager, zum Thema Punkt11

Wer? 740 Teilnehmer und 460 Leiter aus 64 Jungscharen, 77 Ressortverantwortliche und etwa 300 Helfer pro Tag

Wann? 26. Juli - 4. August 2011 für Teilnehmer, für Helfer dauerte es länger (Auf- und Abbau)

Wo? Waliswil bei Wangen BE

Weitere Infos? Unter www.str11.ch findest du Videos, Lagerzeitung, Medienberichte und mehr

26. Juli: Wir waren mit der Jungschar Arcus aus Bümpliz als eine Jungschar für das STR angemeldet. Wir trafen sie bereits im Zug. Als wir auf dem riesigen Lagerplatz ankamen, musste ein Leiter unsere Jungscharen erst mal an der Infozentrale anmelden. Wir gingen zu dem für uns vorgesehenen Platz, an dem wir unsere Zelte aufstellen konnten. Wir wollten gerade beginnen, als einer der drei Dorfchefs des Region Bärn uns besuchte uns willkommen hiess. Der Lagerplatz war nämlich in fünf Dörfer eingeteilt. Nach dem Aufstellen und Einräumen der Zelte hatten wir endlich Zeit, um über den Lagerplatz zu schlendern und all die Bauten zu bestaunen. Da gab es ein Leuchtturm und ein Schiffswrack und eine Hängebrücke und Sarasani-Zelte und Trisani-Zelte und, und, und. Weiter ging es mit Aufbauen, Spielen und dem Aufzug der Fahnen der Region Bärn. Nach dem Znacht gab es eine Eröffungsfeier im grossen Gemeinschaftszelt, bei der alle Jungscharen dabei waren.

27. Juli: Nach dem Morgenessen gab es zum ersten Mal Andacht. Diese sollte von nun an fast das ganze Lager hindurch ähnlich verlaufen. Bis um 09.00 Uhr hiess es freiwilliges Lobpreis-Singen mit der Lagerband Heimspiel. Nun blieben die älteren Jungschärler im Gemeinschaftszelt, während die jüngeren die Andacht in ihren Jungscharen hatten. Nach der Andacht widmeten wir uns wieder dem Aufbau oder dem Spielen. An diesem Tag standen zwei weitere Blöcke in der Region, auch „Dorfleben“ genannt, auf dem Programm. Am Nachmittag führte die Jungschar Eiger ein Kennenlernspiel durch und am Abend spielten wir bei leichtem Regen ein Geländespiel, organisiert von der Jungschar Rammbock.

28. Juli: Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Wawis, dem Wanderwimpel. Dies war ein Wettkampf, bei dem alle Jungscharen mitmachten. Zu gewinnen gab es ein Zelt, gesponsert von Spatz. Organisiert wurde der Wawi von der EMK Langenthal. Er startete nach der Andacht um 10.00 Uhr und sollte bis zum Znacht dauern. Zur Mittagszeit würde es unterwegs Lunch geben. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und marschierten los. Auf einer Karte waren unsere Route und der Posten, den wir als nächstes zu erreichen hatten, eingezeichnet. Manchmal mussten wir uns beeilen. War eine Jungschar nämlich nicht rechtzeitig beim nächsten Posten, gab es Punkteabzug. In vielen kreativen Spielen traten wir gegen andere Gruppen oder gegen die Zeit an. Dank der genialen Organisation wurden es sehr kurzweilige acht Stunden.

29. Juli: In den Workshops nach der Andacht konnte man je nach Interesse etwas basteln, ein Geländespiel, auf der Wiese oder Theater spielen. Vom Nachmittag an hatten alle Jungscharen einen Tag Zeit für  sich. Wir nutzten diese Zeit für eine Wanderung. Wir fanden eine Brieftaube mit einer Schatzkarte erreicht. Ein Forscher war verunglückt, nachdem er Gold entdeckt hatte. Seine Taube war darauf mit der Karte nach Waliswil geflogen. Bei herrlichem Wetter machten wir uns auf die Suche und diese führte uns zum Burgäschisee. Dort fanden wir tatsächlich goldene Steine (das musste Gold-Erz oder so sein)! Auf dem Feld einer Hornusergesellschaft durften wir uns einrichten. Wir knüpften Blachen-Schlafsäcke, kochten über dem Feuer, tobten uns aus, sangen Lieder – kurz: wir genossen das Biwak. Wir bekamen auch noch Besuch von der Filmcrew, die uns für den täglichen STR-Clip filmte.

30. Juli: Nachdem der Platz aufgeräumt war, hörten wir die Andacht. Danach gab es ein Spiel, dessen Ziel es war, möglichst viele Moorhühner zu fangen. Im Wald verteilte Leiter gackerten vor sich hin. Fand man ein lautes Huhn, gab es wenig Rondos, fand man ein leiseres, gab es mehr. Mit den Rondos konnte man Zäune und Hühnerhäuser kaufen. Nach dem Spiel machten wir uns Richtung Badi auf. Wir genossen es, endlich wieder einmal zu duschen. Wider sauber marschierten wir nach Äschi und vor dort aus nahmen wir den Bus zurück  zum Lagerplatz. Dort gab es bald einmal schon das Znacht. Nach dem Znacht stand Märit/Chiubi auf dem Programm. Auf dem ganzen Lagerplatz verteilt gab es Stände. Bei den einen konnte man Geld in der Währung ‚Punkt‘ verdienen, bei den anderen konnte man sich etwas leisten. Livemusik, Gumpischloss, Krachmandeln, Kanonenschiessen, Zuckerwatte, Guerilla-Theater, Drinks, Schminken, Crêpes, Drehorgel… Nur die Dunkelheit konnte uns davon abhalten, uns nicht noch länger zu amüsieren.

31. Juli: Der Sonntag war Besuchstag. Wir konnten eine Stunde länger schlafen. Gegen 10.00 Uhr kamen die Besucher an. Die Lagerbevölkerung wurde mehr als verdoppelt. Gemeinsam mit den Besuchern feierten wir einen Gottesdienst und assen wir das Mittagessen. Wer wollte, konnte in einem Spiel den Lagerplatz genau anschauen und dabei erst noch etwas gewinnen. Um 16.00 Uhr waren alle Besucher wieder weg. Sowohl vor wie auch nach dem Znacht stand ein Spiel mit den anderen Jungscharen der Region Bärn auf dem Programm.

1. August: Wie bereits am Donnerstag, gab es nach der Andacht Workshops, bei denen man sich aus vier Vorschlägen sein Programm auswählen konnte. Am Nachmittag gab es in der Region Bärn ein Spielturnier. Wie zu erwarten feierten wir am Abend den Nationalfeiertag. Die Bundesfeier war von zwei Gymnasiastinnen als Maturaarbeit geplant worden. Es gab Musik und zwei Reden. Eine Feuerakrobatin zeigte ihr Können. Dann konnten wir alle mit Rimus anstossen (mit allen anzustossen hätte aber wohl etwas lange gedauert). Für viele der Höhepunkt war das riesige Feuer. Es war auch der Abschluss der Feier. Danach gingen wir schon bald einmal zu Bett.

2. August: Den Vormittag füllten wieder Andacht und Workshops. Es war ziemlich heiss. Den Nachmittag verbrachten wir mit Spielen bei unseren Zelten und auf den nahen Spielfeldern. Am Abend gingen wir in den Wald, um ein Geländespiel zu spielen. Es ging um das Dorf Waliswil im Mittelalter. Am Schluss des Spiels fehlte eine Jungschärlerin. Ein mächtiger Graf hatte sie entführen lassen. Wir nahmen die Verfolgung auf. Beim Schloss des Grafen wurden wir Zeuge von der harten Prüfung, die sie sich unterziehen musste. Sie zeigte grossen Mut und wir beschossen, ihr dafür einen Jungscharnamen zu geben. Von da an durfte sie sich Madita nennen.

3. August: Nach Zmorge und Andacht ging‘s ab in den Wald. In vier Gruppen mussten wir Lebensmittel, Material zum Feuermachen und Teile eines Rezepts verdienen. Dann mussten wir kochen und einen gemütlichen und praktischen Platz zum Essen einrichten. Alles wurde mit Punkten bewertet. Wir hatten es sehr gemütlich. Um 16.00 Uhr ging es im grossen Gemeinschaftszelt weiter mit dem Abschlussspiel der Region Bärn. Alle Jungscharen spielten zwei Szenen. Die eine Szene war bei ihnen während dem Lager passiert, die andere war frei erfunden. Die restlichen Jungscharen konnten immer raten, welche Szene wahr sei. Es war sehr amüsant und gleichzeitig ein kreativer Rückblick auf das Lager. Nach dem Znacht gab es auch noch einen Abschlussabend mit den Jungscharen aus den anderen Regionen.

4. August: Gleich nach dem Morgenessen halfen alle Jungscharen eine Stunde lang beim Abbau der Dorfbauten. Erst danach begannen wir mit dem Abbruch unserer Zelte. Und schon bald kam der Moment des Abschieds. Es war ein tolles Lager gewesen. Müde und mit einem Kopf voller Erinnerungen machten wir uns auf den Nachhauseweg.

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